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Erziehung in unserer Kindheit
Teil 2

by Yannick

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Copyright on this story text belongs at all times to the original author only, whether stated explicitly in the text or not. The original date of posting to the MMSA was: 17 Jun 2007


Vater war ein Versicherungsvertreter. Die ganze Woche hindurch war er auf Reisen. Normalerweise war er nur am Wochenende zuhause. Er war ein eingefleischter Bayer – wie auch unserer Mutter, die unter der Woche uns Rangen bändigen musste.

Unsere Eltern hatte sehr strikte Grundsätze bezüglich unserer Erziehung: Aufs Wort gehorchen und zwar sofort! Die Eltern meinten, sie würden uns das Leben einfach und damit leicht machen: alles wurde befohlen. Wir Kinder hatte nur auszuführen. Eigentlich mussten wir immer gehorchen. Wer nicht gehorchte, wurde ohne Pardon bestraft. Es gab keine Entschuldigung für mangelhaftes Gehorchen. Die Eltern sagten: "So ist das bei uns in Bayern. Auch dem Prinzen geht es nicht anders!"

Unter der Woche erfolgten die Abstrafungen durch die Mutter meist sofort und waren sehr hart. Mutter prügelte uns wegen jeder Kleinigkeit.

Darüber hinaus wurden alle Übertretungen in eine "Schwarze Liste" eingetragen. Diese legte die Mutter am Samstag dem Vater vor. Immer wurden wir körperlich gezüchtigt. Meist gab es darauf noch eine Zusatzstrafe, die uns zum Überdenken unseres Verhaltens zwingen sollte, z.B. nach der Abstrafung längere Zeit nackt und ohne Bewegung vor einer Wand stehen. Mutter hatte sich einen ausgeklügelten Strafkatalog ausgedacht: so wendete sie je nach Übertretung z.B. den Kochlöffel, den Teppichklopfer, unsern eigenen Leibriemen oder eine mehrstriemige Klopfpeitsche an. Dazu musste man sich in die Stube begeben, die Türe offen lassen, dann die Hosen und die Unterhosen ausziehen, das Hemd heben und rufen: "Ich bin bereit!" Irgendwann kam die Mutter sich die Hände an der Schürze abtrocknend. Dann musste man sich über das Plüschsofa bücken, und es gab ausgiebig Hiebe. Am Schluss der Züchtigung musste man sich bedanken: "Danke Mutter fürs Durchhauen!" Mutter sagte nie viel. Aber wenn sie der Meinung war, man würde die Missetat nicht einsehen, dann prügelte sie mit erstaunlicher Ausdauer.

Am Samstag kam der Vater nach Hause. Meist war er schon zuhause, wenn wir aus der Schule kamen. Wenn wir die Wohnung betraten, kam die Mutter meist sofort aus der Küche und befahl: "Ihr könnt euch gleich ausziehen! Vater ist schon da!" Wortlos gingen wir auf unsere Zimmer und zogen uns bis auf die Unterwäsche aus. Hätte wir gesprochen, wäre das Grund für eine weitere Abstrafung gewesen. Dann gingen wir ins Strafzimmer. Im Strafzimmer, das auch Vaters Arbeitszimmer war, hingen an einer Wand die Züchtigungswerkzeuge, an einer anderen unsere "Strafhosen". Wir begrüssten den Vater mit einem Kuss auf die Wange und traten dann wie Soldaten in eine Reihe. Wortlos warteten wir. Meist wandte sich der Vater sofort an uns, wenn wir vollzählig anwesend waren. Immer war er unzufrieden, weil wir "unsrer lieben Mutter" den Alltag erschwert hatten. Immer mussten wir darauf im Chor sagen: "Ja, lieber Vater. Wir sehen ein, dass wir eine Strafe verdient haben und bitten um eine gehörige solche!"

Dann trat die Mutter ein und setzte sich neben den Vater. Der befahl nun: "Knaben zur Mutter, Mädchen zu mir!" Unsere Eltern waren der Meinung, dass es zur Strafe gehörte, dass wir uns schämen mussten; daher wurden die Knaben von der Mutter nackt ausgezogen, die Mädchen vom Vater. Bis ins erwachsenen Alter übrigens. Wer zuhause lebte und ass, der musste sich den Regeln der Eltern beugen, gleichgültig wie alt er war. Vater sagte: "Du! Zur Mutter!" und er wies auf den Ältesten. "Du! Zu mir!" Die älteste Schwester musste nun vor den Vater treten, der ihr befahl die Arme zu heben. Dann zog er der Schwester ihr Unterleibchen aus, nicht ohne zu ermahnen: "Sei vernünftig! Es muss sein!" Dabei hatten wir schon lange jeden Widerstand aufgegeben. Wenn die Schwester älter war und einen Büstenhalter trug, zog ihr der Vater diesen ebenfalls aus. Er bemerkte dazu: "Du solltest dich schämen, dass du in deinem Alter noch abgestraft werden musst!" Die obligatorische Antwort war: "Ja, lieber Vater!" Falls man dies unterliess, wurde dies als "Widersetzlichkeit" bezeichnet und zusätzlich geahndet. Dann musste die Schwester die Hände in den Nacken legen und die Beine leicht spreizen. Vater zog ihr nun ihr Höschen über die Knie nach unten. Dann befahl er: "Zieh Dich aus und geh an deinen Platz!" Die Schwester zog nun ihr Höschen ganz aus, sagte "Ja., lieber Vater" und begab sich wieder in die Reihe, wo sie mit erhobenen Armen warten musste.

Der und die Jüngste kam zuletzt dran; die Eltern sagten, es sei für die Letztgeborenen eine Lehre so lange wie möglich warten zu müssen. Die Hoffnung sei, dass die Jüngeren irgendwann einmal "auf den richtigen Weg" kämen. Meist fingen sie bald an zu schluchzen. Mutter bellte dann: "Das hättest du dir früher überlegen sollen! Jetzt ist's schon geschehen. Jetzt heisst's "Wer nicht hören will, muss fühlen"!"

Wenn wir alle wieder splitternackt in einer Reihe dastanden, kam der Befehl: "Jeder holt sich seinen Stock und zieht seine Strafhosen an!" Im Chor antworteten wir: "Ja, lieber Vater!" Wir eilten zur Wand, wo "unsere Stöcke" hingen. Diese waren unterschiedlich lang: der Sechsjährige hatte eine solchen von 60 Zentimeter Länge, der 12jährige einen solchen von einem Meter zwanzig. Über 12 Jahren gab es keine längeren Stöcke mehr; die Älteren wurden daher mit weiteren Instrumenten gezüchtigt. Den Stock bekamen alle. Immer "eine Tracht"; das waren 33 Schläge auf den nackten Hintern. Auf den Stöcken stand eingebrannt "Für ..." und dann folgte der Name. Man bekam die neuen, d.h. die längeren Stöcke immer am Vorabend des Geburtstags "geschenkt". Oft wurden sie auch gleich "eingeweiht". Damit die Eltern immer und ohne weitere Umstände auf die nackte Haut schlagen konnten, waren unsere "Strafhosen" po-frei geschnitten. Heute würde man von einer String-Tanga sprechen. Mutter als ehemaligen Schneiderin nähte sie uns selbst. Die Eltern sagten, dass der Zweck der Strafhosen die Bedeckung des Unterkörpers sei und darüber hinaus sollte diese besondere "Bekleidung" unsere Scham und das Ausgestellt sein noch erhören. So war es auch; denn auch der Unterkörper wurde statt bedeckt doch erst so richtig zur Schau gestellt. Mit seinem Stock in der Hand hiess es nun regungslos warten. "Umherhampeln" — wie die Eltern sagten – wurde bestraft; mit Stockschlägen natürlich. Der Älteste wurde von der Mutter nach vorne gerufen, der Älteste vom Vater. Dann folgte ein nichtendenwollendes Zischen der Stöcke und Heulen von uns. Vater wie Mutter "arbeiteten" ausdauernd, hart und exakt. Wer zu laut heulte bekam zusätzlich "eine Ermahnung" von einigen weiteren Hieben. Wer zu wenig heulte, dessen "Uneinsichtigkeit" musste ebenfalls mit zusätzlichen Schläge gebrochen werden.

Zwischendurch hörte man die Mutter mäkeln: "Karl!" (das war unser Vater) "Du verzärtelst die Kinder. Frechheit und weitere Mühen werden der Dank sein!" Damit spornte sie den Vater an, uns noch gemeiner zu schlagen: Dann schlug er meist in den Übergang vom Hintern zu den Oberschenkeln. Und das tat unbeschreiblich weh. So hatte man meist mit dem Stock schon etwa 40 gemeine Hiebe bezogen und unsere Hintern waren rot gestriemt.

Dann sagte der Vater: "Das war dafür, dass ihr unserer Mutter das Leben schwer gemacht habt. Nun wollen wir uns aber euren Vergehen zuwenden." Vater nahm die "Schwarze Liste" und liess meist seiner wohl zum Teil geheuchelten Entrüstung freien Lauf. Die Strafpredigt endete damit, dass man wieder der Reihe nach zu ihm befohlen wurde und den Auftrag bekam, dies oder jenes Instrument zu holen und dann regungslos zu warten. Befohlen wurden nun die Reitpeitsche (besonders schlimm auf den an sich schon gestriemten Hintern!), die Klopfpeitsche (Mutter sagte immer mit leuchtenden Augen: "Die lässt keinen Millimeter deiner Haut aus!"), den breiten Prügelriemen (wohl das schlimmste Instrument, das vor allem für die Älteren im Gebrauch war, aber sogar beim oder bei der Jüngsten angewandt wurde, wenn es nach der Meinung der Eltern 'notwendend' war"). D.h. die zweite "Abreibung" wurde immer mit einem Lederinstrument ausgeteilt. Es gab auch hier immer mindestens eine Tracht! Die Ältesten konnten schon mal eine Tracht "verschärft" bekommen, d.h. gleich 50 Hiebe.

Für jede "Widersetzlichkeit", d.h. für jede falsche Bewegung und für jedes überflüssige Wort, gab es eine zusätzliche "Ermahnung", d.h. zusätzliche Schläge in nicht zu gering bemessener Anzahl. Wenn die Eltern ausser Atem und wir rot und blau gepeitscht waren, mussten wir uns einzeln bei den Eltern für die Anstrafung bedanken. Dazu gehörte auch das demütige Küssen der Züchtigungsinstrumente. Wer zu wenig "in sich gegangen und demütig" war, wehe ihm! Bei ihm ging der Tanz nochmals los, mit dem Leder meist und ausgiebig. Die anderen "Sträflinge" mussten zusehen und zuhören.

Dann mussten wir uns säubern und in absoluter Ruhe im Zimmer arbeiten. Zu essen gab's nichts, und zu trinken erst am Abend. So kam es, dass wir eigentlich immer mit roten Striemen und blauen Flecken auf unserem Hintern und den oberen Oberschenkel umhergingen. Wenn unsere Lehrer dies sahen, nickten sie beifällig. Ein Lehrer meinte, wir seien zu beneiden ob dieser eindrücklichen Erziehung, die man sich für das ganze Volk wünschen würde... ! Bayern ist auch heute noch Bayern!

Sechs der Geschwister "erziehen" ihre eigenen Kinder auf die selbe Weise; nur dass heute durch die Anwendung von Plastik (als Riemen oder Klopfer oder gar Peitsche) die Schmerzen bis ins fast Unendliche gesteigert werden können. Die Lehrerschaft des Freistaates verhält sich immer noch sehr lobend dieser "traditionellen" und althergebrachten Erziehungsweise gegenüber! Meine Nichten und Neffen leben in einer Gesellschaft, in der Gewalt und körperliche Züchtigung in der Erziehung nur lobende Erwähnung findet und die Jugendlichen "einfach nichts anderes kennen".

 
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