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Der Mann hinterm Rohrstock

by TimJase Anders and Cayenne

Copyright on this story text belongs at all times to the original authors only, whether stated explicitly in the text or not. The original date of posting to the MMSA was: 16 Nov 2015



Ich bedanke mich bei Cayenne für die Erlaubnis, diese Story ins Deutsche zu übersetzen.
 

Ach ja, der Mann hinterm Rohrstock. Was geht in ihm vor? Was treibt ihn so an? Warum ausgerechnet der Rohrstock? Na, jedenfalls ist er von meiner Erziehung besessen, und das nicht mal weil ich ein böser junger Bengel bin. So allgemein gesehen. Man sollte doch meinen, dass ich im reifen Alter von 22 Jahren zu alt dafür wäre, oder? Aber keineswegs! Er besteht darauf, zu kontrollieren, dass ich nicht über die Stränge schlage, und dass ich regelmäßig daran erinnert werden muss. Zur Zeit scheint das so etwa ein bis zweimal alle vierzehn Tage zu sein.

Mein Onkel George hat mich unter seine Fittiche genommen. Ich wohne bei ihm in seinem Haus, nur ein paar Minuten von den Versuchungen der Innenstadt entfernt. Er ist sehr streng und ich darf nur eine Stunde pro Tag ins Internet. Alkohol oder Kaugummi sind im Haus auch verboten. Und unter gar keinen Umständen darf ich nach Zigarren oder Zigarettenrauch riechen, wenn ich nach Hause komme.

Mein Onkel gibt eine schlanke, elegante Figur ab, oft in Klubjacke mit polierten Knöpfen und Chinohose. Sein dünnes, farbloses Haar ist traditionell mit Brylcreme gescheitelt und eine seiner vielen farbigen, nein, flamboyanten Seidenkrawatten ziert in der Regel seinen Hals. Selbst wenn man ihn nicht kennt, hat er garantiert etwas Seemännisches an sich.

Anfangs vertrugen wir uns gut und es störte mich nicht weiter, mich an seine Hausregeln zu halten. Die Miete war angemessen und das Haus war sauber, warm und einladend. Aber als ich zu rebellieren begann, erfuhr ich bald, dass das Haus auch einen deutlich kalten und weniger einladenden Teil hatte. Es war sein Herrenzimmer und Büro, ein ziemlich altmodischer Raum. Da waren Bücherschränke voller ehrwürdiger, schwerer Wälzer, eine wahre Flotille von Schiffsmodellen zierte andere Fächer, und die Wände waren mit alten Karten und Tabellen dekoriert. Da war auch ein alter, eichener Schreibtisch und teure, stinkvornehme olivfarbene Ledersitzmöbel mit Knöpfen. Er lehnte sich gewöhnlich in seinem Drehsessel hinterm Schreibtisch zurück, wenn er mir Vorträge über meine Unachtsamkeiten und Fehler hielt. Diese Routine, wobei ich immer meine Füße oder die Zimmerdecke anstarrte bis meine ständigen Standpauken vorbei waren, gingen mir langsam auf die Nerven. Dann, eines Tages, vor etwa drei Jahren, verlor er die Geduld mit mir!

Sieh mich an, James, wenn ich mit dir rede! Ich habe genug von deinen Ausflüchten!

Verzeihung, Onkel, sagte ich etwas besorgt er würde gleich in die Luft gehen, Tut mir echt leid.

Mir hier diese widerliche Pornografie ins Haus zu schleppen geht einfach zu weit, junger Mann.

Ich weiß. Es tut mir leid und wird nicht wieder vorkommen, Onkel! Das versprech ich dir.

Das will ich hoffen! Ich weiß, ihr jungen Leute mögt diesen Mist, aber ich wünsche sowas nicht in meinem Bad zu finden!

Verzeihung, Onkel. Ich hätte es nicht liegen lassen sollen, als ich das Bad verließ.

Eben. Ich meine, wenn das ein Besucher gefunden hätte! Natürlich hättest du es entfernen sollen. Aber Gedächtnis und Urteilskraft waren bei dir wohl sehr vom Kater geschwächt, was?

Ja Onkel, ich muss in Zukunft weniger trinken.

Du sprichst ein großes Wort gelassen aus!

Entschuldige bitte.

Statt dessen finde ich solche Sauereien in meinem Bad. Ich will hoffen, dass du dich da nicht auch noch selbst befriedigt hast!

Aber nein, Onkel. Dafür hatte ich viel zu schlimme Kopfschmerzen. Ich hab nur so durchgeblättert.

Ich weiß nicht, ob ich dir das glauben soll.

Glaub’s mir, Onkel, bitte. Es tut mir wirklich sehr leid.

Du hast jetzt schon so oft gesagt wie leid dir’s tut, James, fast könnte ich dir glauben.

Danke, Onkel.

Aber ich glaube dir nicht! Hör mal zu, Junge! Diese Verkommenheit! Als ich noch zur See fuhr, wurde so ein Benehmen gründlich von einem Vorgesetzten geahndet, und zwar mit dem Rohrstock!

Wirklich, Onkel? Ha, das ist ja barbarisch!

Eigentlich gar nicht, mein Junge. Ich hab sehr schnell gelernt wie man sich zu benehmen hat. Weißt du. eine Mannschaft ist nur so stark wie ihr schwächstes Mitglied.

Na ja, vielleicht.

Da gibt’s kein vielleicht, hör mal! Ein paarmal gehörige Dresche vom ersten Schiffsmaschinisten brachten mir sehr bald die Flötentöne bei.

Krass, Mann, das glaub ich gern.

Und wie es der Zufall will, habe ich zwei Rohrstöcke vom Schiff hier!

Oh.

Mit diesen Worten legte Onkel George zwei biegsam aussehende Rohrstöcke auf die lederne, fein mit Goldintarsien bearbeitete Schreibtischplatte. Einer hatte einen Rundhakengriff, der andere war an und für sich gerade, obwohl ein Ende etwas gebogen war, wahrscheinlich vom vielen Gebrauch.

Na, so barbarisch sehen die doch gar nicht aus, was?

Nein, Onkel. Aber, meine Güte, die müssen damals trotzdem ganz schön gezogen haben.

Oh ja, das haben sie. Und sie tun es immer noch. Da steckt noch allerhand Leben in diesen beiden Prachtexemplaren. Wie wär’s mit sechs von bester Art und Güte als Wiedergutmachung, James?

Mir klappte die Kinnlade runter. Ich konnte es nicht glauben! Er schlug vor, mich mit ’nem Rohrstock zu verdreschen. Mein erster Gedanke war, kommt überhaupt nicht in Frage. Aber unmittelbar danach wurde er von einer bizarren Faszination verdrängt, nämlich zu erfahren, wie so ein Rohrstock wirkt. Zu sehen, ob ich das aushalten konnte oder nicht. Ich war auch wirklich reumütig wegen der Wichsvorlage im Bad. So kam es, dass ich schweigend und beschämt nickte.

Das lob ich mir, mein Junge! Aus dir machen wir noch ein brauchbares Mannschaftsmitglied!

Ich machte mir nun plötzlich wieder Sorgen. War das so eine merkwürdige Art von Nachvollzug seiner Seefahrertage, in die ich mich da einließ? Ja, wahrscheinlich war es sowas.

Der alte Seebär sah mich in Kürze über den Arm eines seiner Ledersessel gebeugt. Meine Hose hing unten in meinen Kniekehlen, aber er hatte mir anstandshalber gestattet, meine Unterhose anzubehalten. Er schob mich in die gewünschte Position und ich streckte pflichtbewusst meinen Hintern hoch, damit er sich dran auslassen konnte. Ich spürte bald das leichte Antippen des Rohrstocks, als er auf meiner blauen Unterhose Maß nahm.

Knack! Der Rohrstock landete zum ersten Mal auf meinem Arsch. Der Schmerz kam und war einfach überwältigend. Ich muss nach Luft geschnappt oder geschrien oder sonstwas haben. ich kann mich nicht erinnern. Aber ich war überrascht, wie weh mir dieser gerade aus dem Ruhestand gekommene biegsame Stock getan hatte.

Knacks! Ein zweiter harter Schlag folgte sogleich. Intensive Hitze und Schmerz breiteten sich über meinen ganzen Hintern aus und vermischten sich mit der feurigen Liebkosung des ersten Hiebes. Ich schrie auf. Mann! Das tat vielleicht weh! Und warum zum Teufel hatte ich mich darauf eingelassen?

Ziehst du eine Lehre daraus, mein Junge? fragte er plötzlich, während er den Rohrstock ein paarmal durch die Luft sausen ließ.

Ganz gewiss, Sir! sagte ich, ohne zu wissen woher plötzlich der Sir gekommen war.

Sir ließ nicht nach als er den dritten Hieb landete. Das war bisher der schlimmste, und entgegen meiner Absicht schrie ich wieder. Dann hörte ich, wie er den Stock wechselte, so schien es. Der vierte landete fast genau an der gleichen Stelle. Es war reine Höllenqual.

ARRGH!

Ruhig, Lümmel! rief er laut.

Der fünfte landete mit einem allmächtigen Knacks, begleitet von einem Aufschrei von mir. Ich konnte nicht anders und schämte mich wegen des unmännlichen Geräusches, das ich von mir gegeben hatte.

Ich hab Ruhe gesagt! ermahnte er mich. Dann bog er wieder den Rohrstock und ließ ihn mehrfach durch die Luft sausen, bevor er zum letzten Mal zuschlug. Diesmal quietschte ich wieder und war fast am Ersticken, weil dieser hundsgemeine Hieb mir den Atem verschlagen hatte.

Na gut. Das sind volle sechs. Du kannst deine Hose wieder hochziehen, James.

Tut mir leid, Onkel. Ich hab mich nicht sonderlich gut bewährt, was?

Nein, das stimmt. Und dieser ganze Lärm war höchst würdelos, muss ich sagen. Meine Güte. Aber ich erinnere mich noch gut an meine ersten Hiebe. Ich fürchte, ich war dir da sehr ähnlich. Immerhin hast du deine Position eingehalten. Und überhaupt, willkommen an Bord! sagte er, schüttelte allen Ernstes meine Hand, und in dem Augenblick beschloss ich, dass er total übergeschnappt war. Aus dir machen wir noch ein brauchbares Mannschaftsmitglied, mein Junge!

Ich war da nicht so sicher, weil unter meiner Hose und Unterhose mein lädiertes, verstriemtes Sitzfleisch pulsierte und brannte wie nie zuvor. Meine Augen waren feucht und ich rieb meine Arschbacken wie verrückt. Aber nichts half gegen den intensiven stechenden, brennenden Schmerz! Wenn das ein Vorgeschmack des Mannschaftslebens war, würde ich bei der ersten Gelegenheit ausgedehnten Landurlaub beantragen.

Diese zwei Rohrstöcke wurden regelmäßige Bestandteile meines Lebens. Als ich in die Zwanziger kam, erhöhte er den Einsatz etwas. Sechs Hiebe wurden seltener und an ihre Stelle traten acht, neun, zehn und dann zwölf Hiebe als Norm. Irgendwann fing er dann auch an, mir Hiebe auf den nackten Arsch zu verpassen. Das, sagte er, war echte Kapitäns-Bestrafung aber ich war keineswegs überzeugt, dass das nicht alles fauler Zauber war, den er erfunden hatte, damit er mich auf den Nackten verdreschen konnte. Ich wollte das immer mal im Internet nachforschen, aber da ich nur eine Stunde pro Tag Computererlaubnis habe, habe ich gewöhnlich wichtigere Sachen anzusehen. Vielleicht hätte ich die Hiebe auf den nackten Arsch ablehnen sollen, aber es schien mir am besten, mit dem Mann hinterm Rohrstock keinen Streit anzufangen.
 

Original story The Man behind the Cane Copyright Cayenne © 2015

German version Copyright TimJase Anders © 2015


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