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Vom Himmel schreit’s: “Der Rohrstock muss wieder her!”

by TimJase Anders and Cayenne

Copyright on this story text belongs at all times to the original authors only, whether stated explicitly in the text or not. The original date of posting to the MMSA was: 12 May 2017



Ich bedanke mich bei Cayenne für die Erlaubnis, seine Geschichte ins Deutsche zu übertragen.

In dem verschlafenen Dorf feierte man gerade das Erntedankfest. Die Sonne strömte durch die uralten farbigen Kirchenfenster. Die berauschenden Düfte von Weihrauch und festlichem Blumenschmuck durchwehten das Gebäude. Der langsam erkahlende Pfarrer blickte suchend über das Goldadlerpult, klopfte ans Mikrofon um zu prüfen ob es funktionierte und die Gemeinde aufmerksam zu machen. Leider schlug er versehentlich etwas härter ans Mikrofon, das nach laut aufheulendem Feedback völlig verstummte. Verdammt! Das kommt davon, wenn man schon so früh am Morgen ein, zwei Gläschen Sherry zu sich nimmt, dachte er. Jetzt würde er seine Predigt, nur von der dröhnend nachhallenden Akustik dieser historischen Normannenkirche unterstützt, schreien müssen.

Heute möchte ich das wichtige Thema Disziplin behandeln. Persönliche Disziplin, und Widerstand gegen Teufelei und böse Missetaten. Familiendisziplin, Selbstdisziplin, Respekt, Gebaren ... so tönte er in einem fort. Die Bibel ist ganz klar zu diesem Thema ... Wir sollen niemals mit der Rute sparen ... Natürlich sind institutionelle brutale Auswüchse bedauerlich, aber wer vermisst heutzutage nicht die unleugbaren Vorzüge klatschender Lederriemen, Ruten und Rohrstöcke?

Tief empfundenes Zustimmungsgemurmel erhob sich aus der heute ungewöhnlich großen Anzahl von Männern in der Gemeinde. Aber die üblichen prüden, altmodischen Damen nickten ebenfalls zustimmend.

Kurz gesagt ... fuhr er fort, Es ist Gottes Weg. Der Wille unseres lieben, guten Gottes. Wahrlich, der Herr verlangt es so. Der Himmel schreit danach, den Rohrstock zurück zu bringen! Der Zorn aus Gottes eigener Hand! Hymne Nr. 364, Wir pflügen und wir streuen.

***

Später, so um die Mittagszeit im Gasthaus Hirtenklause, wurde der Pfarrer von Bernie Smith, einem seiner Gemeindemitglieder, angesprochen. Bernie war allgemein beliebt und ein bekannter lokaler Geschäftsmann. Er zupfte am Ärmel des Pfarrers und sagte, Darf ich ihnen eine Kleinigkeit bringen, Herr Pfarrer? Ihre Predigt heute hat mir sehr gut gefallen. Sie regt sehr zum Nachdenken an.

Tatsächlich? Regt zum Nachdenken an, was? Das ist in der Tat ein beachtliches Lob! Du lieber Himmel, das kommt nicht oft vor. Vielen Dank. Ich hätte dann bitte gern einen Sherry.

Aber mit Vergnügen. Äh, Herr Wirt, bitte einen Sherry für den Herrn Pfarrer, und zwar einen großen! – Ja also, um auf ihre Predigt zurückzukommen, oder auf das, was sie uns da zu raten schienen. Meinen sie, dass mein 21-jähriger Sohn zu alt wäre, mal etwas Disziplin zu kosten? Der Saukerl hat mich angeflucht, mit dem F-Wort.

Ach du lieber Himmel! sagte der Pfarrer, geflissentlich übersehend, dass Bernie das S-Wort benutzt hatte. Wie schrecklich für sie! Zu alt? Du meine Güte, keinesfalls. Das hört sich so an, als bräuchte der Bursche eine gehörige Tracht mit dem Rohrstock.

Wirklich? Meinen sie wirklich, Herr Pfarrer? Aber dieser Tage dürfte es wohl schwer sein, einen Rohrstock zu finden. Vielleicht eine Reitpeitsche ...

Eigentlich sind die gar nicht schwer zu finden. Das Schöne an einem guten Rattan-Rohrstock ist, dass er sich jahrelang hält. Viele tränenreiche Jahre, wie eine weniger barmherzige Seele sagen würde. Ich will ihnen eins meiner kleinen schmuddligen Geheimnisse verraten. Sehen sie, ich habe eine gute Rohrstocksammlung aus der Zeit, als Chorknaben noch streng rangenommen wurden. Die Stöcke sind noch in bester Ordnung und sehr leistungsfähig und werden dieser Tage keineswegs hinreichend benutzt. Bringen sie doch den Bengel morgen ins Pfarrhaus und dann sehen wir mal, ob wir ihm nicht gemeinsam etwas besseres Benehmen beibringen können. Ich bin morgen den ganzen Tag zuhause.

Sind sie sicher, Herr Pfarrer? Ich meine, wollen sie ihn an meiner Stelle mit dem Rohrstock verprügeln?

Nein, ich finde wir sollten ihn beide gehörig durchhauen. Aber heutzutage müssen wir sehr vorsichtig dabei sein. Ich schlage vor, dass ich ihm erst mal gehörig die Leviten lese, mit einer Zugabe übers Höllenfeuer und so, sodass er schließlich selbst um die Züchtigung bittet. Ich bin sicher, da würde der liebe Gott gegen schnelle Vergeltung nichts einzuwenden haben. In voller Barmherzigkeit verabreicht, natürlich.

Natürlich.

Dann machen wir’s so, und sie können dann selbst sehen, was sie davon halten. Ob es wirkt oder nicht. Aber sie werden bestimmt finden, dass es wirkt. Tja, da bin ich ganz sicher, sie werden schnell sehen, dass der Rohrstock überaus wirksam ist.

***

So geschah es, dass Vater und Sohn am folgenden Tag im verstaubten alten Arbeitszimmer des Pfarrers vor der Besucherseite des Schreibtischs saßen. Auf dem Schreibtisch lag ein biegsamer Rohrstock, dessen kunstvoll handgearbeiteter Griff und hervorragende Ausführung bezeugten, es handelte sich hier nicht um ein Gartengerät.

Also, wir reden hier vom Fluchen und Respektlosigkeit, was? Ich hoffe, ich habe mein Missfallen hinreichend kundgetan. Kannst du etwas vorschlagen, womit du dein abscheuliches Benehmen wieder gut machen könntest, Larry? fragte der Pfarrer während er den elastischen Rohrstock nahm und in seinen knochigen Händen bog.

Sie deuten doch wohl nicht auf den ... sagte Larry. Seine Stimme verlief sich fassungslos, als er den Rohrstock anstarrte, der da bedeutungsvoll vor seinen Augen gebogen wurde. Aber wir haben jetzt das Jahr 2016. Da gibts nichts mehr mit dem Rohrstock. Kein Mensch kriegt heute noch was mit dem Rohrstock. Keiner.

Ich deute auf gar nichts, Larry. Du hast dich allerdings sehr an deinem lieben, dich liebenden Vater versündigt. Die Schuld liegt einzig und allein bei dir, und es stünde dir wohl an, eine passende Buße dafür empfehlen. Ich finde, dass der Rohrstock dazu bestens geeignet wäre. Also, was hältst du davon, mein Sohn?

Nicht der Rohrstock.

Doch der Rohrstock!

Also gut, gut! Ich geb’s zu. Vielleicht haben sie Recht. Vielleicht verdiene ichs wirklich. Tun sie es, wenn es denn sein muss. Aber sie werden’s keinem weiter erzählen, nicht wahr?

Nein, es bleibt völlig unter uns Dreien hier.

Und nicht zu hart! verlangte Larry.

Rohrstockhiebe müssen hart ein, sonst wäre es ja keine echte Buße. Aber ich bin ein barmherziger Mann, also sechs von bester Art und Güte sollten genügen. Bringen wir’s hinter uns, seufzte der Pfarrer und brüllte dann laut, Bück dich über den Schreibtisch – SOFORT!

Bernie Smith schob seinen Stuhl etwas zurück, als sein Sohn sich, wie befohlen, über des Pfarrers Schreibtisch beugte. Von dieser Position würde Bernie die bevorstehende Züchtigung aus erster Hand beobachten können.

Streck deinen Hintern raus für den Rohrstock! befahl der Pfarrer. Der erste Hieb pfiff plötzlich herunter. Der Schmerz stellte sich umgehend bei Larry ein, der beim besten Willen die sich daraus ergebende Hitze und Pein nicht begreifen konnte. Dennoch brachte er es fertig, ruhig zu bleiben und still zu halten.

Der zweite Hieb war schärfer und bewies, wie fest entschlossen der Pfarrer war. Larry schrie vor Schreck auf, der Schmerz schien sich zu vervielfältigen und dem ersten Hieb einen neuen grausamen Biss hinzuzufügen.

Der dritte Hieb war der wahre Hammer. Er krachte laut auf ihn hernieder. Larry schrie auf und sprang, mit beiden Händen an seinen schmerzenden, versengten Arschbacken, in die Höhe.

Leg dich sofort wieder über! befahl der Pfarrer jetzt. Dein Vater wird den Rest erledigen. Ich meinerseits mache mich rar, denn du möchtest jetzt sicher deine Hose und Unterhose runterziehen um diesen kleinen Verstoß zu sühnen. Ich will aber dein Fleisch nicht sehen.

Was?

Ja, ich fürchte die gibts jetzt auf den Nackten, informierte Bernie seinen Sohn. Der Pfarrer hatte zur Abwechslung mal Farbe bekannt. Er mochte nur glatte, unbehaarte Popos und war überzeugt, dass Larrys Hintern mit widerlichen Haaren bedeckt sein würde. Da der Pfarrer sich entfernt hatte, erteilte Bernie jetzt die Befehle. Ich habe gesagt AUF DEN NACKTEN! donnerte er, und Larry beeilte sich zu gehorchen. Er schob seine Chinos und Slip ganz zu den Knöcheln runter.

Der Rohrstock fühlte sich seltsam an in Bernies Hand. Er ließ ihn durch die Luft sausen und erfreute sich an dem pfeifenden Geräusch, wie auch an der darin enthaltenen Drohung. Der Rohrstock war so leicht und biegsam und es schien als könne er fast behutsam sein. Aber Hieb Nummer vier belehrte Vater und Sohn schnell eines Besseren. Bernie schmetterte den Rohrstock sogar noch schärfer als der erfahrene Pfarrer-Zuchtmeister vor ihm. Das folgende Aufklatschen hörte sich höchst erfreulich an. Allerdings war Bernie weit weniger erfreut, als sein Sohn Verdammte Scheiße! rief (denn es war in der Tat ein verdammt saftiger Hieb).

Ein fünfter Hieb wurde mit gleichem Geschick und Entschlossenheit, aber mit noch mehr körperlichem Einsatz appliziert. Arrkh – Himmel Arsch! brüllte Larry, als der Schmerz weiter anstieg.

Der sechste Hieb krachte unmittelbar danach auf ihn herab, worauf Larry vom Schreibtisch hochschoss und unter gemurmelten Flüchen die verwundete Fläche wie wild zu reiben begann.

Bernie Smith schob seinen Sohn zurück über den Schreibtisch, Du hast es offenbar immer noch nicht begriffen, Larry. Du fluchst weiter wie ein Kameltreiber, noch dazu hier in Herrn Pfarrers Haus! Dafür kriegst du jetzt noch drei Hiebe!

Nein, Papa, bitte nicht!

In dem Moment spazierte der Pfarrer wieder herein und war leicht überrascht, dass Larrys nackte Hinterbacken immer noch zur Schau standen. Oh Verzeihung! Ich dachte ich hätte drei weitere Hiebe gehört und meinte sie wären fertig.

Sie haben richtig gehört, Herr Pfarrer, aber er hat schon wieder Flüche ausgestoßen und muss es wohl auf die harte Tour lernen. Ich verpasse ihm noch drei Extrahiebe.

Ach soo! Ja, wenn’s so ist, dann scheinen sie ja schon auf dem richtigen Wege zu sein. Da gehe ich lieber wieder.

Nein, ich wäre dankbar, wenn sie bleiben würden, Herr Pfarrer.

Der Pfarrer folgte der Einladung und blieb. Und er studierte Larrys kecken Arsch! Sechs rote Striemen zierten das Fleisch. Der zur Schau gestellte Hintern war weit erfreulicher anzusehen, als er erwartet hatte. Es war kaum ein Haar zu entdecken. Das S-Wort, von dem gestern die Rede war, fiel ihm aus irgendeinem Grunde wieder ein. Er sah mit Freuden, wie gehorsam der Bursche Larry seinen Hintern hochhob, bereit zum Empfang der ersten, in freundlicher Zusammenarbeit mit dem Rohrstock, verabreichten Zugabe.

Diesmal ließ der Vater den Rohrstock erst spielerisch den Hintern tätscheln, bevor er ihn in die Höhe hob. Dann sauste der Rohrstock bösartig herab. Larry zuckte und wand sich, blieb aber still. Er fluchte nicht! Er schimpfte nicht! Er stöhnte auch nicht. Er hatte beschlossen, die Dinge so zu nehmen, wie sie kamen. Solange er konnte!

Ein zweiter landete genau an der gleichen Stelle, und diesmal konnte der junge Mann nicht umhin, ein hilfloses, ungehemmtes Quietschen von sich zu geben.

Der letzte Hieb krachte mit absoluter Autorität und ohne jegliches Erbarmen hernieder. Es war vorbei. Larry schnaufte ein Danke, als er sich vorsichtig vom Schreibtisch erhob. Er zog seinen gestreiften Slip über seinen gestreiften Arsch, und die lederfarbenen Chinos folgten.

Gut gemacht! Toller Kerl. sagte der Pfarrer. Einen Moment lang glaubte Larry irrtümlicherweise, der Pfarrer habe ihn gemeint. Aber es war sein Vater, dem er mit Handschlag und Rückenklopfen gratulierte. Der Pfarrer reichte nach seiner Sherry-Karaffe und goss sich selbst einen mehrstöckigen und einen für Larrys Vater ein.

Ich bin ihnen so dankbar, Herr Pfarrer. Was für ein herrlich Ding so ein Rohrstock ist! Ein wahrer Segen.

In der Tat, mein Guter. Ich möchte, dass sie den Rohrstock mit nach Hause nehmen. Bewahren sie ihn gut sichtbar auf. Als Gegenleistung bitte ich um einen kleinen Beitrag zum Spendenaufruf fürs Kirchendach.

Mr. Smith zog gebührlich eine frische Banknote aus seiner mottenfesten Brieftasche.

Aber nein, mein Guter, keine ganz so kleine Spende! rief der Pfarrer und zwinkerte listig dem Geschäftsmann zu. Die Spende wurde entsprechend aufgestockt und die Sherries zur Feier eines höchst erfolgreichen Ereignisses hinuntergeschüttet. Und nun, sehen sie zu, dass sich die Investition lohnt. Sparen sie nicht mit der Rute! strahlte der Pfarrer, als er endlich seine Gäste verabschiedete.

Oh, da machen sie sich nur keine Sorgen, Herr Pfarrer. Ich werde ganz sicher auf meine Kosten kommen.

Larry war entsetzt. Er musste in Zukunft sehr, sehr vorsichtig sein; denn offenbar war die Gefahr groß, dass der Rohrstock weiterhin Anwendung finden würde. Wie peinlich dann der Heimweg durchs ganze Dorf war! Sein Vater mit dem Rohrstock neben ihm, und er selbst musste seinen brennenden Arsch immer wieder reiben! Larry schwor, er würde nie wieder fluchen, aber dennoch konnte er seine Missstimmung nicht verbergen und stöhnte seinen Vater an, Diesen miefigen, verstaubten alten Trottel will ich nie wieder sehen.

Nach den heutigen Ereignissen solltest du mehr Respekt für ihn zeigen! Aber jetzt brauchst du ihn ja nicht mehr zu sehen, wo ich nun diesen herrlichen Rohrstock habe. Ich weiß wirklich nicht, wie ich bis heute ohne ihn ausgekommen bin. Eine wahre Gottesgabe. Bernie kicherte und nahm sich vor, von nun an seinem Sohn keinerlei Nachsicht mehr zu zeigen. Der Rohrstock würde diesen Entschluss bekräftigen. Er beschloss, ihn auf der Flurgarderobe abzulegen. So würde sein Sohn den Stock jedes Mal sehen, wenn er sein Zimmer verließ, egal ob er zum Bad, zur Toilette, oder nur nach unten ging. Die Drohung des Rohrstocks würde ihm immer gegenwärtig sein.
 

Original story The Heavens Cry Out For The Return Of The Cane Copyright Cayenne © 2017
This German version Copyright TimJase Anders © 2017


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