New MMSA spank logo

Leid und Freud
Teil 3: Kein Kind mehr

by Tyler Arias

Go to the contents page for this series.

Copyright on this story text belongs at all times to the original author only, whether stated explicitly in the text or not. The original date of posting to the MMSA was: 29 Dec 2017


Papa hat Wort gehalten. Nachdem ich mir in Tallahassee wie vereinbart die letzte Tracht in Amerika abgeholt habe sind wir wieder nach Deutschland geflogen. Hier begann für mich dann eine Durststrecke. Wie versprochen hielt ich mich von Ärger fern, machte in der Schule ordentlich mit und bin ein mustergültiger Sohn und großer Bruder. Papa sieht das ganze mit Wohlwollen und honoriert ab und an meine Bemühungen, indem er mich für eins eins in Mathe oder Latein übers Knie legt. Aber als mein Vater fühlt er sich aber dabei unwohl und hört immer viel zu früh auf, lange vor dem Höhepunkt.

Eines Samstagabends im November nimmt er mich beiseite, um mit mir ein Gespräch unter Männern zu führen. Daniel, dir ist bestimmt nicht verborgen geblieben, daß ich mit deinem Benehmen sehr zufrieden bin. Und deswegen habe ich beschlossen, mit deinem Betragen unzufrieden zu sein.

Die Formulierung läßt mir das Herz bis an den Hals schlagen. Was will er damit sagen?

Weißt Du, was eine Strafparty ist?

Ich überlege kurz. Ich habe ein paar Gerüchte gehört, aber die Betroffenen reden kaum darüber. Angeblich bringen Eltern, die ihre Sprösslinge bei mehr oder weniger justiziablen Vergehen erwischt haben, aber aus Angst, entweder zu mitleidig oder zu zornig zu reagieren, nicht selbst bestrafen und auch keine Anzeige machen wollen, diese zu solchen Veranstaltungen. Sie delegieren ihr Züchtigungsrecht an andere Eltern, quasi ein Tauschgeschäft: Schlag du meinen Sohn und ich schlag deinen.

Dafür, daß nicht drüber gesprochen wird, weißt Du eine ganze Menge, aber nicht alles. Ein Kollege organisiert solche Partys und ich habe mit ihm über dich gesprochen. Grundsätzlich ist er einverstanden. Weil solche Veranstaltungen sich am Rande dessen bewegen, was die Behörden gern sehen, gibt es ein paar Vorsichtsmaßnahmen. Die erste ist, daß weder die Delinquenten noch ihre Eltern Geld für die Sache sehen dürfen, weil man so viel zu nahe an die Grenze zur Prostitution geraten würde.

Das sollte nicht unser Problem sein.

Nein, Die zweite betrifft Dich eher: Es darf nicht der Eindruck entstehen, daß es vorrangig um Sex geht. Und der entsteht wohl unweigerlich, wenn jemand auf der Bühne kommt.

Ich lasse innerlich den Kopf hängen. Wie soll das gehen? Die Enttäuschung muß mir im Gesicht stehen.

Es gibt eine Lösung. Zur Strafverschärfung bekommen einige das hier. Er legt eine knubbelige Knolle auf den Tisch.

Ich kenne das Zeug, Manchmal kochen wir damit. Aber den Scherz kann ich mir nicht verkneifen. Kartoffeln mit Krebs?

Ingwer. Weil es langanhaltend weh tut, aber keine Schäden hinterläßt. Na ja, keine bleibenden. Und viele behaupten, daß mann zwar trotz oder sogar wegen der Knolle erregt werden kann, aber keinen hochbe– und auch sonst nicht kommt. Genau das, was Du gebrauchen kannst.

Und wie soll das gehen?

Wortlos zieht er sein Taschenmesser raus, trennt einen Teil der Wurzel ab und beginnt, sie zu schälen. Vorn oder hinten?

Was?

Wo willst Du es reinbekommen, Po oder Penis?

Schmerz ist eine Sache, aber die Idee, mir etwas in den Penis zu stecken, ist mir noch nie gekommen. Po, wenn es denn sein muß.

Mir auch lieber. Er schnitzt etwas, was wie ein großes Zäpfchen aussieht, nur daß am Ende ein dicker Knubbel stehen bleibt.

Was tust Du?

Wir probieren das jetzt aus, sonst melde ich dich nicht an. Hose und Unterhose ausziehen und dann kniest Du Dich hier auf den Tisch, unter die Lampe. Ich lasse mich nicht lange bitten. Hintern hoch, Kopf runter. Genau wie in L.A. Als ich es mir bequem gemacht habe spreizt er mit einer Hand meine Backen und schiebt das Zäpfchen rein. Zuerst spüre ich gar nichts, dann setzt ein leichtes Kribbeln ein.

Hose anziehen, setzen! Ich gehorche. Das Kribbeln steigert sich sich zu einem eigenartigen, scherzhaften Brennen. Und?

Fühlt sich an wie nach einem ordentlichen Schlag, nur daß man den Schlag selbst nicht spürt. Und es hält lange an, der Schmerz steigert sich immer noch.

Kannst Du es aushalten?

Es brennt wie die Hölle, aber irgendwie sogar geil. Ich finde es anregend, aber er kommt nicht auf Touren. Ein komisches Gefühl. Meldest Du mich jetzt an?

Er grinst. Später, ich melde dich an, wenn Du das Ding zwei Stunden behalten kannst. Lust auf einen Film?

Zweieinhalb Stunden später liegen wir immer noch zusammen auf dem Sofa. Der Film ist aus, aber so richtig war ich nicht bei der Sache, weil ich in Gedanken die ganze Zeit mit mir, meinem Hintern und meinem besten Stück beschäftigt war, mit letzterem nicht nur in Gedanken. Immer wieder habe ich unter der Decke versucht, den Motor anzulassen. Vergeblich, obwohl das Feuer im Loch mich unheimlich geil macht.

Papa schaut auf die Uhr: Die zwei Stunden sind vorbei. Ich glaube, du hast letzte Woche zwei Zweien nach Hause gebracht. Ausnahmsweise werte ich das mal wie eine Eins. Du gehst jetzt ins Badezimmer, putzt dir die Zähne und machst dich bettfertig. Danach kommst Du wieder her. Wenn ich mit Dir fertig bin darfst Du die Wurzel rausnehmen.

Ich glaube nicht, daß ich schon jemals mit so viel Enthusiasmus ins Bad geschossen bin. Schnell bin ich fertig. Seit wir aus Amerika zurück sind besteht mein Schlafanzug nur noch aus Boxershorts mit Stars and Stripes, die ich im Fünferpack gekauft habe. Mama fand sie so furchtbar, daß sie mir verboten hat, sie normal zu tragen.

Wenige Minuten später bin ich wieder da. Papa sitzt noch auf dem Sofa. Wortlos winkt er mich heran, zieht mir die Hose aus und legt mich über. Leise bitte, Luisa und Mama schlafen schon. Ich vergrabe den Kopf in ein Sofakissen. Ein veritabler Schlag trifft meinen Po, daß ich erschrocken auffahre und mich umdrehe. In Papas Hand sehe ich einen Holzlöffel, in seinem Gesicht ein Grinsen. Ich dachte, daß du es gern noch mal etwas härter hast. Du mußt ja wieder rein kommen. Mit einem zufriedenen Grunzen wende ich mich wieder dem Kissen zu.

Das ist jetzt zwei Wochen her. Papa hat mich angemeldet und mir sogar eine Sonderbehandlung rausgehandelt: Die Lostrommel ist so manipuliert, daß ich als letzter drankomme und mir vorher die gesamte Show ansehen kann. Um den Schein zu wahren, bringt Papa mich hin. Wir halten vor einer stillgelegten Grundschule, die der Gemeinde inzwischen als Gemeindehaus dient.

Da sind wir. Bist Du auch sauber gewaschen?

Entrüstet sehe ich ihn an. Er sieht ein wenig blass aus, als hätte er mehr Bedenken als ich. Um ihn zu beruhigen beschließe ich, einfach mal mitzuspielen. Ja, Papa.

Niemand darf dich fragen, was Du ausgefressen hast. Wenn du gefragt wirst, einfach nichts sagen.

Ich weiß, das soll alle Beteiligten schützen, den sonst könnte man ja etwas erfahren, was man eigentlich zur Anzeige bringen müßte. Ja, Papa.

Ich liefere Dich nur ab. In zwei Stunden bin ich wieder hier und warte auf Dich.

Ja, Papa.

Hast Du ein T-.Shirt drunter?

Ja, Papa.

Man wird mich fragen, was ich mir als Strafe vorgestellt habe. Was soll ich denen sagen?

Eine ordentliche Tracht Prügel für Deinen Flegel, so daß er drei Tage nicht sitzen kann. Ich lasse mich gern überraschen.

Gehen wir rein, ehe ich es mir anders überlege.

Ja, Papa.

Und hör damit auf, es nervt. Sonst lege ich Dich noch hier auf dem Parkplatz übers Knie!

Du bist so gut zu mir.

Er kann ein Lächeln nicht unterdrücken. Raus! Als ich mich aus dem Sitz erhebe klatscht er mir einmal mit der flachen Hand auf den Hintern. Durch die Jeans und ohne richtige Raum macht das zwar keinen großen Eindruck, aber die nette Geste zählt.

Im Eingangsbereich stehen zwei Tische, an jedem davon hängt ein Zettel. Zuschauer steht am linken Tisch, Anmeldung am rechten. Wir steuern auf den rechten zu. Brembach mein Name, wir waren angemeldet.

O ja, Herr Brembach. Er sucht durch eine Dokumentenmappe und zieht eine Prospekthülle heraus. Wir haben das nach den Angaben ihrer Voranmeldung schon mal so weit mitgedruckt. Bitte prüfen Sie die Angaben und ergänzen Sie sie gegebenenfalls.

Papa beugt sich verschwörerisch über den Tisch. hier, bei Strafmaß, können sie mir da helfen? Ich kenne mich damit nicht genug aus. Was gibt man denn einem vierzehnjährigen Bengel, der sich einen großen Fehltritt geleistet hat?

Das kommt natürlich auf den Fehltritt an, aber Psst! Er legt den Zeigefinger auf die Lippen. Wir fragen nicht, Sie erzählen nichts. Vierzehn sagen Sie? Ist das seine erste Tat?

Papa schaut mich an. Nein.

Und auf einer Skala von eins wie Hausaufgaben vergessen und zwanzig wie Mord, wie würden Sie seine Missetat einordnen?

Papa überlegt und schaut mich dabei an. Ich signalisiere ihm mit den Fingern. Vierzehn.

Oho. Als Service können wir Ihnen anbieten, daß das Strafmaß auf dieser Basis von uns festgelegt wird.

Einverstanden.

Dann unterschreiben sie bitte hier und hier. Und dann noch das Ermächtigungsformular?

Was ist das?

Damit treten Sie Ihr Erziehungsrecht für die Dauer der Veranstaltung an uns ab, inklusive des Rechtes, es weiterzudelegieren. Ohne dieses Recht können wir Ihren Wunsch nach Disziplinierung ihres Sohnes leider nicht erfüllen, das wäre sonst ein Vergehen. Und Züchtigung ohne Erziehungsauftrag ist kein Pappenstiel. Papa unterschreibt, der Mann schreibt etwas auf ein schwarzes Plastikarmband von der Art, wie sie auch in Krankenhäusern eingesetzt werden. Darauf steht nur Daniel B. Hier, das kommt ans rechte Handgelenk! Papa legt mir das Armband an. Es ist so gemacht, daß man es nicht zerstörungsfrei ausziehen kann. Und wahrscheinlich nicht ohne Werkzeug.

Der Mann an der Anmeldung wendet sich wieder an Papa. Schmuckstücke, Uhr, Geldbeutel und andere Wertsachen nehmen Sie am besten an sich. Wir haften nicht dafür. Ich gebe ihm den Inhalt meiner Hosentaschen außer dem Taschentuch und meine Lederkette mit dem Edelstahlanhänger, ein Erinnerungsstück aus unserem Urlaub. Das hätte ich ja gerne hier und heute getragen, aber ich will jetzt hier keinen Terz machen, sonst holt er mich am Ende zur Strafe wieder mit heim.

Noch einmal wendet er sich an Papa: Angehörige bekommen Rabatt beim Eintritt. Ich kann Ihnen vergünstigte Tickets für beide Eltern und Geschwister anbieten.

Nein, Danke. Damit muß er allein klar kommen. Er wendet sich an mich: Ich hole Dich nachher wieder ab und will keine Klagen hören! Damit geht er raus.

Der Rezeptionist winkt einen Helfer herbei und zeigt auf mich. Der junge Mann kann auf mich zu. Gib mir bitte Deine Jacke! Ich ziehe die Jacke aus und gebe sie ihm. Darunter trage ich nur ein T-Shirt und es ist kühl hier, wo immer wieder die Tür aufgeht und einen Schwall kalter Luft rein läßt. Gehen wir in die Halle!

Er öffnet mir die Tür, an der ein Schild mit unmißverständlichen Worten erklärt, daß private Film-, Bild– und Tonaufnahmen verboten sind. Es ist eine kleine Turnhalle, heute vollständig mit einem Filzboden ausgelegt. In der Raummitte steht eine kleine Bühne, auf der etwas steht, was wie eine hölzerne Trittleiter aussieht, nur breiter. Auf der einen Seite sind die Stufen geriffelt, wahrscheinlich um sie griffiger zu machen. Auf der anderen Seite sind nur hölzerne Stangen, etwas dicker als ein Besenstiel. Die Flächen oben ist mit Leder gepolstert. Um die Bühne herum ist der Raum bestuhlt. Am entfernten Ende der Halle ist eine Theke aufgebaut, dabei ein paar Stehtische. Als Züchtling darfst Du die Halle nicht ohne Aufsicht verlassen. Die ersten beiden Stuhlreihen sind für euch und eure Angehörigen reserviert. Ansonsten kannst Du Dich in der Halle frei bewegen, das Verlassen der Halle wird aber bestraft.

Wie?

Hart! Wenn du aufgerufen wirst, hast Du Dich sofort bemerkbar zu machen. Entweder durch aufstehen, Handzeichen, oder wenn du nicht in der Nähe der Bühne sein solltest, durch rufen. Im Falle der Unterlassung gilt das als Kooperationsverweigerung und wird bestraft.

Hart?

Die Scherze könnten Dir nachher vergehen. Er schielt auf mein Armband. Ich lasse Dich jetzt allein. Toiletten sind hinten bei den Waschräumen, die darfst Du benutzen, die haben keinen eigenen Ausgang. Er läßt mich stehen. Die Halle ist deutlich wärmer als der Vorraum. Ich gehe zur Bühne. Auf einem Tisch davor liegen ein paar Gegenstände, von einem weißen Betttuch bedeckt. Auf den Stühlen sitzen schon ein paar Jungen mit Armbändern, zu meiner Überraschung in verschiedenen Farben. Gelb, grün und blau. Kein anderes ist schwarz. Fast alle werden von einem Elternteil begleitet, ich sehe auch zwei Familien mit munter schwatzenden Kindern und einem schmollenden.

Ich setze mich in die erste Reihe, vor den abgedeckten Tisch. Die Reihen hinter mir füllen sich langsam mit schwatzenden Menschen. Einzelne Leute, aber auch Familien mit Kindern. Rechts neben der Bühne sitzt eine Reihe von Männern, wie wir Züchtlinge mit kurzärmeligen Hemden, ich nehme an die Vollstreckerriege. Zwei Männer kommen und nehmen an dem abgedecken Tisch Platz. Sie haben ein paar Gefäße dabei. Der ältere steigt auf die Bühne und gibt ein Handsignal in Richtung Theke. Der alte Schulgong ertönt, die Gespräche verstummen.

Der Mann auf der Bühne zieht ein Funkmikrofon aus der Tasche und beginnt zu sprechen: Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kinder. Wir sind hier zusammengekommen, um ein paar jungen Missetätern wieder auf den rechten Weg zu helfen. Dazu haben sich ein paar Herren bereiterklärt, ehrenamtlich diese Richtung zu weisen. Einen herzlichen Applaus für unsere Lotsen! Höflicher Applaus kommt auf. Ich hatte recht, die Vollstreckerriege steht auf und winkt kurz ins Publikum. Um die Paarungen und Reihenfolge gerecht zu gestalten, werden wir sie auslosen. Aber vorher muß ich noch zwei Jungs auf die Bühne bitten, die sich eine ganz besondere Behandlung verdient haben. Jens B. Und Daniel B., wenn ihr bitte zu mir auf die Bühne kommen würdet!

Ich stehe auf. Auf der anderen Seite der Bühne sehe ich einen etwas jüngeren Jungen, der sich ebenfalls erhebt. Ich gehe zur Bühnentreppe. Applaus bitte! Klatschen, begleitet von höhnischen Rufen. Jens und Daniel, wißt ihr, warum ich Euch hergebeten habe? Jens schüttelt den Kopf, ich tue ebenfalls unwissend. Nun, keiner! Dann ist es ja eine echte Überraschung! Er geht zum Bühnenrand, wo man ihm eine Tupperdose anreicht. Hosen runter und vornüberbeugen! Langsam, um nicht meine Vorfreude zu verraten, lasse ich Jeans und Unterhose runter und stütze die Hände auf die Knie. Trotzdem bin ich lange vor Jens fertig. Mit geübten Fingern wird mir eine geschälte Wurzel eingeführt. Jens steht bei dem Anblick wie ein Reh im Scheinwerferlicht da. Als der Moderator sich ihm zuwendet, nestelt er mit zitternden Fingern an seiner Hose herum. Ungerührt stellt der Mann die Dose ab und kniet sich vor das verängstigte Kind. Er macht die Hose auf und zieht mit einem Zug Hose und Unterhose runter. Dann packt er Jens im Nacken und beugt ihn über sein Knie, klemmt ihn mit dem linken Unterarm fest, während er mit der linken Hand seine Backen spreizt und mit rechts das feurige Zäpfchen einführt. Er stellt den verdutzten Jungen wieder auf die Füße und greift sich sein Mikro. Ihr könnt die Hosen wieder hochziehen. Siehst Du, Jens, war doch gar nicht so schlimm, oder? Der schütteln nur stumm den Kopf. Kommt bestimmt noch. Ihr beide werdet bis zum Ende der Veranstaltung das Zäpfchen nicht rausnehmen. Solltet ihr es nachher nicht mehr drin haben, wartet eine zusätzliche Strafe auf Euch. Ihr könnt euch wieder hinsetzen. Ich gehe wieder auf meinen Platz.

Über die Bühne sehe ich Jens, auf dessen Gesicht sich Entsetzen breit macht. Vor der Bühne werden jetzt zwei Lostrommeln aufgebaut. Kommen wir nun zur Sache. Er zieht jeweils eine Kapsel wie von einem Ü-Ei aus den Trommeln. Sven M. Sven, bitte komm zur Bühne! Neben mir steht ein Junge auf, vielleicht zwölf Jahre alt. Zögerlich geht er zur Bühne. Und Herr Naumann. Ein Vollstrecker steht auf und kommt schnellen Schrittes auf die Bühne.

Ehe wir jetzt beginnen, bitte ich alle Teilnehmer, Züchtlinge wie Zuchtmeister, um Aufmerksamkeit, damit wir das nicht jedes mal neu erklären müssen. Wenn ein Züchtling die Bühne betritt, begrüßt er als erstes seinen Zuchtmeister. Sven geht zögernd auf seine Bestrafer zu und gibt ihm die Hand. Danach zieht ihr euch aus. Alles. Für eure Sachen steht eine Kiste auf der Bühne. Langsam zieht Sven sein T-Shirt über den Kopf, er zieht Schuhe und Strümpfe aus und die Hose herunter. Nur mit seiner Unterhose bekleidet schaut er unsicher in den Raum und zum Ansager. Alles, habe ich gesagt! Erschrocken ob der schroffen Ansage fliegt auch die Unterhose hastig in die Kiste. Dann legt ihr euch schön über das Leder, den Oberkörper waagerecht oben drauf. Sven steigt die Leiter hoch und legt sich über. Noch eine Stufe höher, Junge. Und die Beine weit auseinander! So ist gut. Und die Hände an eine der Griffstangen!

Er hebt ein Klemmbrett vom Tisch auf. Sven M. bekommt acht Schläge mit einem hölzernen Paddle. Das Betttuch wird vom Tisch entfernt, darauf liegt eine illustre Auswahl an Werkzeugen, die mein Herz höher schlagen läßt. Sven steht mit dem Hintern zum Tisch bereit, aber die Ankündigung hat ihn in Bewegung versetzt. Er zittert, daß die Backen wackeln. Ungerührt tritt der Zuchtmeister hinzu und beginnt in gesetzten Tempo, die acht Schläge aufzuzählen. Durch Svens gespreizte Beine sehe ich, wie krampfhaft er sich an der Stange festhält, während das Holz über seinen Arsch tanzt. Er schreit und weint, aber er läßt nicht los. Als er abgefertigt ist, zieht der Vollstrecker ihn an der Schulter hoch. Vergeblich sieht er sich nach seinen Sachen um, die ein Helfer während der Bestrafung von der Bühne geholt und fortgebracht hat. Die bekommst Du am Ende der Veranstaltung wieder. Du darfst jetzt von der Bühne runter. Sven geht ab und setzt sich wieder.

Danach kommen noch einige dran, von meinem Platz in der ersten Reihe habe ich einen guten Blick auf alles. Wenn ich meinen Geldbeutel hätte, würde ich mir eine Tüte Popcorn dazuholen.

Es gibt nur eine Unterbrechung, als ein neunjähriger nach dem ersten Schlag von der Bühne in die Arme seines Vaters flieht. Der nimmt ihn tröstend in den Arm und hält ihn fest, bis er sich beruhigt hat. Dann steht er auf und trägt ihn hoch auf die Bühne und legt seinen überraschten Sohn wieder auf die Leiter. Jemand reicht ihm vier Klettmanschetten, mit denen er das weinende Kind festbindet, ehe er von der Bühne geht. Später holt er ihn auch wieder ab und trägt ihn zu seinem Platz, wo er ihn tröstend im Arm hält.

Nach sieben Kandidaten verkündet der Leiter eine kurze Pause. Ich stehe auf, um mir die Beine etwas zu vertreten und um verstohlen die verstriemten Hintern der Leidensgenossen zu mustern. Der Spaziergang aktiviert auch den Ingwer wieder, so daß sich erneut wohlige Wärme in meinem Hintern breit macht. Nach zehn Minuten erklingt erneut der Gong und die Leute strömen zurück auf ihre Plätze.

Der Ansager ergreift wieder das Wort. Kommen wir nun zum zweiten Teil. Er zieht zwei Kapseln. Jens B. Und Herr Eisenhauer, bitte zur Bühne. Jens steht auf und geht mit steifen Schritten zur Bühne, Herr Eisenhauer etwas forscher. Sie begrüßen sich, dann zieht Jens sich aus. Der dicke Kopf der Wurzel blinkt zwischen seinen Backen hervor. Er steigt auf die Leiter, ehe der Ansager das Strafmaß verkündet. Sechs Schläge mit einem Siebenstriemer. Das läßt mich aufhorchen. Sechs ist schon relativ wenig, die meisten haben mehr bekommen. Für jemanden, der sich eine besondere Strafverschärfung eingefangen hat, klingt das nicht nach sehr viel. Es sei denn... Tatsächlich wird er sofort festgebunden, das gab es bisher auch noch nicht. Und dann sehe ich auch warum. Dem Exekutor wird ein furchteinflößend geiles Gerät gereicht. Aus einem geflochten Ledergriff kommen mehrere, ich nehme mal an sieben, dünne geflochtene Lederriemen, die in einem kleinen Knoten enden. Ehe ich mir überlegen kann, wie das wohl wirkt, wird es mir sehr anschaulich demonstriert. Ein Schlag, der praktisch Jens’ gesamten Hintern mit den Riemchen erreicht. Noch während Herr Eisenhauer zum zweiten ausholt sehe ich die roten Streifen und höre laute Schreie. Fast wie in L.A. Schaue ich dem Schauspiel voller Faszination zu und genau wie dort ist es viel zu schnell vorbei. Das Schlussbild ist großes Tennis: Ein Feuerroter Hintern mit einem gelb-grauen Knauf in der Mitte, überzogen von einem Netz aus dunkleren blau-schwarzen Striemen. Am liebsten würde ich ein Foto schießen.

Der Rest der Veranstaltung ist im Vergleich zu dem eben gesehenen langweilig, nichts von dem dargebotenen kann Jens toppen. Auch weil Jens, der sich nicht wieder hingesetzt hat, sondern wie ein Tiger im Gang auf– und abgeht, einen Teil meiner Aufmerksamkeit auf sich zieht. Gern würde ich den armen, weinenden Kerl in den Arm nehmen und trösten, nur um einen näheren Blick auf oder gar einen vorsichtigen Griff an das Kunstwerk zu erhaschen.

Und so bin ich fast ein wenig überrascht, als endlich Daniel B. Und Herr Probst! ertönt. Schnell stehe ich auf, begrüße Herrn Probst, der einen ordentlichen Händedruck hat. Ich hoffe, er kann auch halten, was der Händedruck verspricht. In gemessenem Tempo ziehe ich mich aus, ehe ich mich überlege. Ich wähle meine Stellung so, daß mein Arsch weit herausragt und fest gespannt ist, ehe ich ebenfalls festgeschnallt werde. Dann wird das Strafmaß verkündet. Sechs Schläge mit einer schottischen Tawse zum Aufwärmen und acht Schläge mit dem Rohrstock.

Zum Aufwärmen ist schön gesagt. Jetzt fang endlich an!

Krack. Der kam hoch rein. Bisher hat jeder erst mal in der Mitte angefangen. Hoffentlich hat der Kerl keine Knick in der Optik.

Krack. Tiefer.

Krack. Noch tiefer. Ich glaube, ich erkenne da ein System.

Krack. Ja, der nimmt das mit den Aufwärmen ernst und geht dabei sehr systematisch von oben runter, damit der Rohrstock von Anfang an richtig zieht. Ich mag den Mann!

Krack. Wie ein Uhrwerk.

Krack. Aua! Daß der Arsch zu ende ist, ist für ihn offenbar kein Hindernis. Genau auf die Gesäßfurche. Der war gemein!

Ich höre, wie hinter mir das Werkzeug gewechselt wird. Ich wage es, den Hintern etwas weiter rauszustrecken.

Swusch. Tick. Ein ganz neues Gefühl macht sich auf meinem Hintern breit. Oder eben nicht. Ein schmaler Streifen aus Feuer.

Swusch. Tick. Meinen Schmerz schreie ich raus, aber meine Freude behalte ich notgedrungen für mich.

Swusch. Tick. Ein wenig wie bei Oliver Twist: Bitte, Sir, kann ich noch etwas mehr haben?

Swusch. Tick. Im hinteren Teil der Halle sehe ich ein paar Jungs mit einem weichen Fußball spielen. Die Mannschaften scheinen schnell gebildet zu sein: Die mit und die ohne Klamotten. Es sieht aus wie ein Spiel am Pavianfelsen.

Swusch. Tick. Durch meine Beine hindurch werfe ich einen Blick nach hinten und sehe einige entsetzte Gesichter, besonders bei den Anwesenden Geschwisterkindern. Einige davon sehen reichlich eingeschüchtert aus, als habe man ihnen gedroht, daß sie beim nächsten mal auf die Bühne müssen.

Swusch. Tick. Jetzt verstehe ich endlich, was unser Lehrer uns neulich erklären wollte. Kognitive Dissonanz. Ich bin so geil wie eine ganze Hamsterkolonie und ich weiß, daß ich deswegen meine stahlharte Kanone direkt auf die Leute vor mir gerichtet haben müßte. Aber durch den Ingwer baumelt sie einfach so herum.

Swusch. Tick. Jetzt schlägt er diagonal. Ich habe vor lauter Ekstase nicht mitgezählt. Geht da noch was? Nur ein bißchen?

Swusch. Tick. Oder ein Bissen. Soll mir auch recht sein.

Leicht genervt muß ich realisieren, daß es schon vorbei ist. Und schon knacken die Lautsprecher: Meine Damen und Herren, das war der letzte für heute. Die Kleidung der Züchtlinge der ersten Hälfte steht in der Damenumkleide bereit, die der zweiten Hälfte in der Herrenumkleide. Wer nicht mehr weiß, wann er genau dran war, kann bei uns nachfragen. Wer in der falschen Kabine erwischt wird, muß nochmal auf die Bühne. Er lacht ob dieses gemeinen Witzes.

Die Fußballergruppe wird von den Eltern unter Protest aufgelöst, während es offenbar keiner für nötig befindet, mich loszumachen. Die Reihen lichten sich, schließlich stapft der Moderator zu mir herauf. Während er meine Beine losbindet beginnt er zu plaudern. Na, tuts’s noch weh?

Ehrlich gesagt wird es schon besser. Könnten Sie vielleicht nachlegen? Geht so.

Etwas stupst mir an den Penis, so daß ich erschrocken die Beine schließe. Ungerührt, als sei nichts geschehen, kommt er nach vorne, um auch meine Hände loszumachen. Dabei plaudert er im gedämpften Ton weiter. Ingwer ist schon ein Wundermittel. Mir dämmert was. Er hilft gehen Erkältung und Appetitlosigkeit und als Aphrodisiakum, obwohl er die Erektion unterdrückt. Er löst die Fesseln an meiner linken Hand. Außerdem soll er entzündungshemmend sein und Schmerzen lindern. Meine rechte Hand ist jetzt auch frei. Ich hoffe nicht zu sehr und es war noch nach Deinem Geschmack. Er zwinkert mir zu und geht wieder nach hinten.

Die Halle ist fast leer. Im ungerührten Plauderton, als würde er mir den Weg zu den Kabinen erklären, fährt er fort, während er spielerisch mit einem Finger die Striemen auf meinem Hintern nachfährt. In Deiner Hosentasche ist meine Visitenkarte. Auf der Rückseite stehen Zugangsdaten für den geheimen Mitgliederbereich unserer Webseite. Da kannst Du auch Dir in ein paar Tagen Fotos und das Video von heute ansehen.

Inzwischen sind wir allein in der Halle. Ich könnte jetzt aufstehen und gehen. Aber längst habe ich vertrauen zu dem Mann gefaßt, der immer noch zärtlich meinen geschundenen Hintern inspiziert. Ich stelle mich wieder bequem und breitbeinig hin und lasse ihn gewähren. Ein tolles Gefühl. Nach kurzer Zeit lacht er. Das gefällt Dir wohl? Leider kommt bald das Aufräumteam. Wenn Du willst, kann ich Dir jetzt den Stöpsel rausziehen. Ich überlege kurz, dann nicke ich. Mit einer Hand spreizt er geübt meine Backen, mit der anderen nestelt er kurz rum, ehe er das herausstehende Ende gepackt bekommt. Behutsaem zieht er es raus und wirft es mit einem lässigen Wurf in den Mülleimer vor der Bühne. Deine Klamotten sind in der Umkleide. Ich habe die frische Unterwäsche, die dein Vater mir gegeben hat dazulegen lassen. Außerdem liegen ein Badetuch und Duschzeug für Dich bereit. Und jetzt ab! Mit einem halbherzigen Klaps verabschiedet er seine Hand von meinem Hintern.

In der Kabine liegt alles bereit, wie er es versprochen hat. Das Badetuch ist eines von unseren daheim. Danke, Papa! Während ich mich unter der Dusche gründlich einseife stelle ich mit ein wenig Frust fest, daß die Wirkung des Ingwers noch nicht nachläßt. Ich brause mich ab und gehe wieder in die Kabine, wo ich mich abtrockne und anziehe. Tatsächlich steckt eine kleine Karte in meiner Hosentasche. Meine getragene Unterwäsche und das Handtuch stopfe ich in einen Turnbeutel, der ebenfalls auf magische Weise den Weg zu meinen Klamotten gefunden hat.

Als ich aus der Kabine komme ist man schon dabei, Bestuhlung und Bühne abzubauen. Ich nicke den Arbeitern kurz zu, ehe ich nach draußen gehe, wo Papa schon im Auto auf mich wartet. Er wirkt noch immer etwas angespannt. Wie fühlst du dich?

Wie ein frisch geduschtes Schwein.

Er zieht eine Augenbraue hoch. Doch nicht so, wie Du es Dir erhofft hattest?

Wie kommt der bloß darauf? Sogar noch viel besser. Aber wußtest Du schon, daß der Orgasmus eines Schweines dreißig Minuten dauern kann?

 
Go to the contents page for this series.

◀  Read the in this series.     Read the in this series.  ▶


Show all the stories by Tyler Arias
You can also discuss this story in the New MMSA Forum.

The contents of this story archive may not reflect
the views or opinions of the site owners, who most
certainly DO NOT sanction ANY abuse of children.
copyright © 2005-2018   admin ·AT· malespank.net
Labelled with RTALabel.org Valid HTML 5!